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Jahrelange Freundschaft, die zu einer Partnerschaft wurden – Düsseldorf und Tschernivtzi sind offiziell Partner geworden.
Veröffentlicht am 01 April 2022 Jahr 17:54


10 März 2022 gab es ein seit langem erwartetes Ereignis in den freundschaftlichen Beziehungen zwischen der ukrainischen Stadt Tschernivtzi und Düsseldorf. Die Staatskanzlei der Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen sprach sich einstimmig für die Städtepartnerschaft zwischen den beiden Städten.

Als eines der Centren der jüdischen Kultur vor dem Zweiten Weltkrieg legte die Stadt Tschernivtzi das Fundament für zahlreiche jüdischen Verbände (Gemeinschaften) in verschiedenen Ländern Europas und besonders in Düsseldorf. Tschernivtzi ist die Heimat der Dichterin Rosa Ausländer und von Herbert Rubenstein – eines der bedeutendsten Vertreter der jüdischen Kultur in Düsseldorf, der auch als Begründer des jüdischen Lebens in Düsseldorf. Noch vor der Vergabe der „Städtepartnerschaft“ machten Düsseldorf und Tschernivtzi gute Erfahrungen in gemeinsamen Projekten und in produktiver Zusammenarbeit in Bildungs- und Kulturwesen. Eines der bekanntesten Projekte ist „Erinnerung lernen“. Für die Umsetzung und Koordination war Herr Matthias Richter zuständig.

So ergab es sich, dass der Beginn einer neuen Ebene der offiziellen Partnerschaft zwischen den Städten mit den schweren Tagen des Krieges Russlands gegen die Ukraine zusammenfiel. Um so größeren Gewicht gewann dadurch das Ereignis, das mit einer Schweigeminute zu Ehre der Gefallenen in dem Krieg Russlands gegen die Ukraine begann. Wie der Bürgermeister von Tschernivtzi Herr Roman Klitschuk betonte, verleihe eine offiziell bestätigte Partnerschaft Kraft und Hoffnung auf eine schnelle Erneuerung der Ukraine.

Die Generalkonsulin Frau Iryna Shum bedankte sich bei der Stadt Düsseldorf für die Unterstützung: „Wir werden uns immer an die große Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger Düsseldorfs gegenüber unserem Land und unseren Bürgern in dem Kampf gegen den Aggressor.

Der Bürgermeister von Düsseldorf, Herr Steffan Keller verurteilte den Krieg Russlands gegen die Ukraine. In seiner Rede erklärte er: „Der Angriff Russlands an die Ukraine stellt einen beispiellosen Akt der Aggression, eine brutale Verletzung des internationalen Rechts, die wir aufs Schärfste verurteilen.“ Darin sind wir in Europa, in Deutschland und in Düsseldorf solidarisch mit der Ukraine und ihrem Volk.“

Angesichts der Ereignisse wurde offiziell beschlossen, die Städtepartnerschaft Düsseldorfs mit Moskau auf Eis zu legen. Ein entsprechendes Schreiben mit einer Verurteilung Russlands Überfalls wurde an den Moskauer Bürgermeister weitergeleitet. Des Weiteren wurden die Tage des russischen Kinos samt der Veranstaltungsreihe zur Feier des Jubiläums der Partnerschaft mit Moskau abgesagt.

„Solange sich russische Panzer in der Ukraine befinden, sollen wir in Düsseldorf eher ukrainische Kultur zeigen“ – betonte der Bürgermeister.



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